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APPLICATION REPORT NR. 10 / JULI 2015
Alles im Blick auf der Löschbrücke

Das Unternehmen

Die Nord-West Oelleitung GmbH, im Folgenden NWO genannt, wurde 1956 gegründet, um die erste Mineralölfernleitung in Europa zu bauen und zu betreiben und damit die Rohstoffversorgung mehrerer Mineralölraffinerien im Emsland und im Rhein-Ruhrgebiet sicherzustellen. Die Norddeutsche Oelleitung (NDO) wurde 1982 gebaut und versorgt heute die Holborn-Raffinerie in Hamburg mit Mineralöl.

Die NWO betreibt:
  • eine Tankerlöschbrücke und ein Zwischentanklager in Wilhelmshaven
  • ein Zwischentanklager in Ochtrup
  • das 28"-Pipelinesystem von Wilhelmshaven nach Köln (NWO) inkl. Pumpstationen
  • das 22"/34“-Pipelinesystem von Wilhelmshaven nach Hamburg (NDO)

Über das NWO-Tanklager in Wilhelmshaven sind auch die Kavernen in Rüstringen und Etzel angebunden, über das Tanklager in Ochtrup jene in Epe. Die Kavernenanlagen zählen nicht zu den von NWO betriebenen Anlagen. Der gesamte Umschlag, die Lagerung und der Transport des Mineralöls wird von der Fernsteuerzentrale in Wilhelmshaven gesteuert und überwacht.


NWO-Foto, Foto-Design Klaus Schreiber


NWO-Foto, Foto-Design Klaus Schreiber

Die Situation der Videoüberwachungsanlage

Die Nord-West Oelleitung GmbH (NWO) betreibt am Standort Wilhelmshaven eine im Jahr 1998 errichtete Videoüberwachungsanlage. Über diverse Kameras wird der Betrieb an den drei Löschköpfen der Tankerlöschbrücke permanent überwacht. Im Bereich des Verwaltungsgebäudes befinden sich weitere Kameras zur Überwachung des Zutrittsbereichs und der Anlagen an Land. Alle Videosignale laufen auf eine Videomatrix auf und werden anschließend permanent aufgezeichnet.

Die Aufgabe

Die Motivation zur Erneuerung der Kameras ergab sich aufgrund zunehmender Störanfälligkeit der analog übertragenen Videosignale und des erhöhten aufwendigen Wartungs- und Reparaturbedarfs.

Im Zuge des Ausbaus und der Erneuerung sollte der Anbieter eine kostenoptimierte CCTV-Überwachung mit hoher Funktionalität und Flexibilität sowie niedrigeren Wartungskosten bieten. Die Anlage wurde unterhalb der Löschbrücke außerdem um eine zusätzliche Kamera erweitert.

Der Anforderungskatalog an ein CCTV-System:
  • Digitale Übertragung (IP-Netzwerk)
  • LWL-Verbindungen als Netzwerkinfrastruktur
  • Ex-Dome-Kameras für den Löschbrückenbereich
  • Die Kameras müssen Wind, Wetter und Salzwasser auf der Löschbrücke standhalten (V4A, IP68)
  • Ersatz von Kameras im Ex- und Non-Ex-Bereich
  • Videomanagement-Software (VMS) in der Schaltzentrale
  • Permanente digitale Aufzeichnung auf virtueller Umgebung gemäß Kundenspezifikation
  • Einzel- und Mehrfachbilddarstellung auf diversen Monitoren in der Leitstelle inkl. Kamerasteuerung mittels Joystick
  • Automatisches Überschreiben von Aufzeichnungen gemäß Kundenvorgaben
  • Abbildung von Zugangsberechtigungen für den Zugriff auf Aufzeichnungen
  • Client-Anbindung über Web-Browser für dezentralen Zugriff
  • Systemlösung inkl. Projektierung, Lieferung, Inbetriebnahme sowie Wartung und Service

Die Lösung

Die Systemlösung umfasst für den explosionsgefährdeten Bereich Dome-Kameras in Edelstahlausführung zur Überwachung des Löschvorgangs an der Löschbrücke, und im nicht explosionsgefährdeten Bereich weitere Kameras für den Zutrittsbereich sowie für die Geländeüberwachung. Die Videosignalübertragung erfolgt zunächst über Koaxialkabel und wird anschließend per LWL zur Leitstelle übertragen, wo auf einem Server die Bilder gespeichert werden. Zur übersichtlichen Darstellung und Bedienung werden hier die Bilder auf diversen Monitoren mit Mehrfachbilddarstellung verteilt. Für die zielgerechte Steuerung des Zoom- und Schwenk-Neigevorgangs steht dem Bedienpersonal ein Joystick zur Verfügung.

Da das alte Videomanagementsystem in der Leitstelle unflexibel und technisch überholt war, entschied man sich für das von R. Stahl angebotene offene Cayuga VMS-Videomanagement-System der Firma SeeTec in der Leitstelle einzusetzen, um die Vorteile der heutigen IP-Technologie zu nutzen. Diese Plattform ist herstellerunabhängig und bietet maßgeschneiderte sowie skalierbare Lösungen. Man wollte hier ein standort-übergreifendes Managementsystem installieren, um auch auf die dezentralen Standorte, die Pumpstationen in Ostenwalde und Ochtrup, sowie die Betriebsstelle in Mülheim an der Ruhr zuzugreifen.

Dieses System bietet nun die volle Flexibilität in Bezug auf Ausbaufähigkeit der Kamerakanäle, Client-Bedienplätze, Mehrfachbild-Darstellung sowie Bildanalyse und schnelle Auswertung der aufgezeichneten Bilder. Darüber hinaus ist das System einfach und intuitiv zu bedienen.

Die Entscheidungskriterien: Professionelles System verbunden mit hoher Einsparung bei den Einstands-, Installations- und Wartungskosten

Bei dem alten Kamerasystem wurden S/N-Köpfe an den Löschköpfen verwendet, die ein deutlich höheres Gewicht aufwiesen – hieraus erfolgte ein enorm hoher Aufwand bei Wartungsarbeiten, der zum Teil Einrüstarbeiten für die Demontage und anschließende Montage erforderlich machte. Durch den Einsatz von R. Stahl Ex-Dome-Kameras haben sich die Installations- und Wartungsarbeiten deutlich reduziert, da das Gewicht mit 8 kg pro Einheit weit unter dem der alten S/N-Köpfe liegt. An den Löschköpfen wurden Wartungsluken eingerichtet, die somit eine deutlich leichtere Zugänglichkeit bieten, die in dieser Form mit den bisherigen S/N-Kameras nicht möglich war und dadurch auch eine enorme Kostenersparnis bedeuten.

Bedingt durch den Einsatz der Analog-Dome-Kameras konnte die bestehende Infrastruktur in der Verkabelung weiterhin genutzt werden, womit sich der hohe Installationsaufwand und Preis für Neuverkabelung erübrigte.

Der Preis der vom Wettbewerb favorisierten und angebotenen HD-Dome-Kameras war deutlich höher und hatte in dieser Anwendung keine Vorteile zu bieten. Durch das integrierte 18fach optische Autofocus-Zoomobjektiv in den R. Stahl Analog-Dome-Kameras werden alle erforderlichen Details wenn benötigt herangezoomt und sind somit jederzeit klar und scharf auf den Monitoren sichtbar sowie in der Aufzeichnung entsprechend abrufbar.
Die höhere Auflösung der HD-Dome-Kameras wird hier nicht benötigt, da man keine nachträgliche Bildanalyse durch Hineinzoomen zur Detailerkennung in aufgezeichneten Bildern benötigt.

Zitat von Harald Borchers / NWO

„Ausschlaggebend bei der Entscheidung für R. Stahl Camera Systems gegenüber dem Wettbewerb in diesem Projekt war die langjährige Erfahrung und das Know-how, welches R. Stahl im Ex-Schutzbereich mit sich bringt. Da der Hauptanteil der Kameras sich im explosionsgefährdeten Bereich befindet, wollten wir hier auf Nummer sicher gehen und dieses Thema den Profis überlassen.
Die Summe all dieser Punkte in der Kombination mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis, dem zuverlässigen und schnellen Support, angefangen von der Planung bis zur endgültigen Inbetriebnahme begründet die Entscheidung für die R. Stahl Camera Systems – eine Entscheidung, die sich mehr als ausgezahlt hat."

Download

Nord-West Oelleitung GmbH Success Story Deutsch

1.55 MB

Nord-West Oelleitung GmbH Success Story English

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